Das Spinnen-Netz wurde 2006 gegründet und die Website des Spinnen-Netzes ist seit Anfang 2009 online.

Das Spinnen-Netz dient als Netzwerk zur Verbesserung der eigenen beruflichen Chancen und dem solidarischen Austausch von Menschen, die durch sinnstiftende Arbeit Gesellschaft gestalten wollen. Trotz offiziell geringer Arbeitslosigkeit, werden gerade im Non-Profit-Bereich die Arbeitsverträge immer kürzer und oft auch prekärer. Die durchschnittliche Verweildauer an einem Arbeitsplatz beträgt nur noch 3,7 Jahre. Im Non-Profit-Bereich ist diese Zeit meist kürzer. Vor allem in der Wissenschaft haben rund 85 Prozent aller Mitarbeiter*innen zeitlich begrenzte Arbeitsverträge (DIE ZEIT Dez/2011), von denen etwa die Hälfte nur über die Dauer von zwölf Monaten ausgelegt ist.

Das Spinnen-Netz bietet einen guten Überblick über Arbeitsmöglichkeiten im Non-Profit Bereich – auch für Mitglieder, die derzeit nicht aktiv auf Stellensuche sind. Viele der Mitglieder sind derzeit in Anstellung, die Mehrheit jedoch mit befristeten Verträgen. Die prekären Stellenzuschnitte sind nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch im entwicklungspolitischen Bereich keine Seltenheit. Grund genug, heute Fäden für morgen zu spinnen und die Arbeitsmarktentwicklung im Blick zu behalten.

70-80 Prozent aller beruflichen Positionen im sozialwissenschaftlichen Bereich werden über den verdeckten Arbeitsmarkt besetzt (Bundesagentur für Arbeit, 2011 und ZEIT, Okt/2012); das Nadelöhr für GeisteswissenschaftlerInnen scheint besonders eng. Auf 43.000 Hochschulabsolventen kamen nach Erhebungen der Nürnberger B.A. in 2011 lediglich 2000 Stellen, die sich explizit an Geisteswissenschaftler*nnen richteten. Dass es jedoch zahlreiche Arbeitsmöglichkeiten für Idealisten und Querdenkende gibt, will das Spinnen-Netz sichtbar machen und damit Mut machen, im Non-Profit-Bereich zu arbeiten. Das Spinnen-Netz will Licht in den Dschungel des gemeinnützigen Sektors bringen.