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Während meiner - im vergangenen November getätigten - Flussreise auf dem Amazonas las ich den Erstlingsroman Relato de um Certo Oriente (São Paulo, 1989) von Milton Hatoum. In das Portrait einer levantinischen Einwandererfamilie, die sich seit den 1930er Jahren in Manaus ein neues Leben aufbaut, sind nicht nur autobiographische Erinnerungen des brasilianischen Autors eingeflossen, auch bezieht sich der Rahmen der Erzählung auf die Vergangenheit der tropischen Metropole als Hauptstadt des Kautschukbooms. Inspiriert von Hatoums Darstellungen, suchte ich fortan nach Spuren dieser Zeit, die ich in Manaus zu finden wähnte – vergeblich.

Als ausgebildeter Historiker habe ich mich mit der Kulturgeschichte der Menschenrechte auseinandergesetzt und erfahren, wie fragil und umkämpft Erinnerungen an vergangene Geschehnisse ausfallen können: sie bedürfen einer medialisierten Darstellung und wo eine solche fehlt, fällt es schwer, einer marginalisierten Perspektive Gehör zu verschaffen.

Ich möchte mich als Volontär im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit beruflich weiterentwickeln: Ich habe als Mitarbeiter beim Beck Verlag München OHG und als freischaffender Werbetextler für ein Münchner Brillengeschäft praktische Erfahrungen in den redaktionellen Abläufen gesammelt, die zu einem prägnanten Text führen können. Als im Ehrenamt engagierte Person mit Wurzeln in Brasilien und Deutschland, interessiert es mich, die Arbeit einer nichtstaatlichen Organisation zu unterstützen, die sich für soziale und ökologische Rechte einsetzt.

Kontakt: 
a.franco@posteo.de