Freitag, 18. November 2022 - 15:30 Uhr bis Sonntag, 20. November 2022 - 15:30 Uhr

Wie kann gesellschaftliches Engagement gelingen, ohne auf Dauer auszubrennen und die eigenen Ressourcen zu erschöpfen?

Diese Frage stellt sich umso dringlicher in heiklen Zeiten von Pandemie, Klimakrise und stetig neuen Nachrichten über Menschenrechtsverletzungen und aufflammende Konflikte. Um daran nicht zu zerbrechen, müssen wir uns selbst und unsere Bezugspersonen schützen und unterstützen. Das zehrt an unseren Ressourcen. Einerseits steigern diese Situationen den inneren Drang, sich politisch einzubringen, andererseits fühlen wir uns zwischen Nachrichten und immer neuen Regulierungen handlungsunfähig und nichts was wir tun erscheint ausreichend.

Ein bewusster Umgang mit den eigenen Grenzen ist grundlegend für langfristiges Engagement. Daher fragen wir uns bei diesem Selbstfürsorgeseminar, wie wir unser Engagement angesichts der Fülle an Themen, um die sich scheinbar keiner kümmert dauerhaft und mit Freude gestalten können. Dementgegen steht nicht selten eine enorm hohe Anspruchshaltung in den eigenen Gruppen, immer und überall dabei zu sein und parat zu stehen. Wie wir Grenzen setzen und dabei in Verbindung bleiben können, erkunden wir auf spielerische und kreative Weise. Ziel des Seminars ist die Bewusstwerdung über die eigenen Ressourcen, das Erspüren der eigenen Grenzen und die Erlaubnis, diese - angesichts der Fülle an „noch zu erledigenden Aufgaben” – zu respektieren. Dabei sollen persönliche Resilienzstrukturen etabliert werden, aber auch die Rolle wertschätzender und unterstützender Kommunikation herausgehoben werden.

Mit Methoden aus der Tiefenökologie, des Kreativen Schreibens, des biografischen Storytellings und vor allem des Theater der Unterdrückten (TdU) geht der Workshop davon aus, dass jeder Mensch Expert*in des eigenen Lebens ist. Mit diesem Handwerkszeug aktivieren wir unser eigenes kreatives Lösungspotenzial als Individuen und als Gruppe und erarbeiten gemeinsam eine Vielfalt an Perspektiven, die wir in unserem Alltag integrieren und teilen können.

Die Methodik des Workshops setzt eine grundlegende Bereitschaft auf körperlichen und kreativen Ausdruck voraus, wobei die Teilnehmenden das jeweilige Maß stets selbst bestimmen. Bitte bringt Spiellust, Spielmut und Freude an Austausch mit.

Das genaue Programm und die Anmeldung findet ihr hier.