Donnerstag, 13. September 2018 - 09:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Fachkonferenz: Mehr Mut zu Multilateralismus - Anspruch und Wirklichkeit deutscher Politik in der Welt

Wann: 13. September 2018, 9:00 bis 17:30 Uhr

Wo: Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus 2, Hiroshimastr. 28, Berlin

 

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor dem Hintergrund eines schwierigen multilateralen Umfelds ist die Bundesregierung bereit, mehr globale Verantwortung zu übernehmen. Laut Koalitionsvertrag sei es die „überragende" Aufgabe deutscher Politik „auf Regeln basierende internationale Kooperationen, Institutionen und Organisationen [...] zu stärken und weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist eine gerechte Gestaltung der Globalisierung im Sinne der Agenda 2030" für nachhaltige Entwicklung.

Die Eröffnung der 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen nehmen wir zum Anlass, mit Vertreterinnen und Vertretern von Regierung, Bundestag, Wissenschaft und Zivilgesellschaft darüber zu diskutieren, wie die Bundesregierung ihrem selbstformulierten Anspruch gerecht werden kann, solidarisch, multilateral und partnerschaftlich zu handeln. Wie verhalten sich Anspruch und Wirklichkeit deutscher globaler Politik? Welche Rolle sollte Deutschland in multilateralen Prozessen einnehmen? Wie kann abgestimmtes Handeln zwischen federführenden und an der Implementierung beteiligten Ressorts gestärkt werden? Welche Möglichkeiten für progressive globale Politik ergeben sich aus multilateralen Prozessen und Abkommen wie der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung?

Konkreter wollen wir dabei unter anderem diskutieren, was die formulierten Ansprüche in Bezug auf internationale Investitionsregeln bedeuten. Wie können die deutsche (Außen-)Wirtschafts- und Finanzpolitik die Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitspolitik gewährleisten? Wofür steht die deutsche Migrationspolitik und wie können die Beschlüsse des Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration mit Leben gefüllt werden? Welche Hindernisse gilt es zu überwinden bei der nationalen Umsetzung des globalen Abkommens über den Schutz der Biodiversität, das auch auf Betreiben der Bundesrepublik zu Stande gekommen ist?

Schlaglichtartig werden wir zentrale Politikfelder analysieren und erörtern, inwiefern deutsche Politik zur Erarbeitung und Umsetzung multilateraler Abkommen und Lösungsansätze beiträgt bzw. diese erschwert oder gar verhindert. Zu diesem spannenden Austausch laden wir Sie herzlich ein.

Mit freundlichen Grüßen

Anna Cavazzini, Brot für die Welt Elisabeth Bollrich, Friedrich-Ebert-Stiftung Klaus Schilder, MISEREOR Marie-Luise Abshagen, Forum Umwelt und Entwicklung Wolfgang Obenland, Global Policy Forum

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie als Pdf-Dokument im Anhang.

Anmeldungen bitte online unter www.fes..de/veranstaltungen/?Veranummer=223709 bzw. per E-Mail an Anett.Borchers@fes.de