Donnerstag, 16. Januar 2020 - 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, eine herzliche Einladung zu unserer Veranstaltung auf dem diesjährigen Global Forum for Food and Agriculture (GFFA):

Soja aus Brasilien, Hähnchenreste nach Afrika – welche Nachhaltigkeits- & Schutzregeln brauchen multi- & bilaterale Handelsvereinbarungen mit Entwicklungsländern?

Veranstaltet von Brot für die Welt und dem Forum Umwelt & Entwicklung.

Der EU Agrarhandel, zum Beispiel in Form von Sojaimporten und/oder als Exporte von billigem Fleisch, Milch oder Getreide, hat einer nachhaltigen Entwicklung der Agrarproduktion in Entwicklungsländern geschadet. Die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) und in bilateralen Abkommen bieten Regierungen und Agrarproduzenten im Globalen Süden zu wenig Möglichkeiten differenziert sowohl Verbraucherbedarfe als auch Marktmöglichkeiten für Kleinbauern und Kleinbäuerinnen ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll zu steuern. Das verkündete Ende der Doha Entwicklungsrunde in der WTO zeigt das Desinteresse der Industriestaaten für eine Reform des Agrarabkommens. In den bilateralen Verträgen der EU (z.B. EPAs, Mercosur, etc.) haben die Nachhaltigkeits- und Entwicklungskapitel keinerlei Mechanismus zu deren Umsetzung. Die globalen Agrarbeziehungen brauchen einen eigenen neuen multilateralen Handelsrahmen unter dem Dach der Vereinten Nationen, der zum Beispiel sowohl die Agenda 2030 als auch die Pariser Klimaziele selbstverständlich und verbindlich berücksichtigt. Gleiches muss für die Biodiversitätsziele der Konvention zu Biologischer Vielfalt gelten. Es werden Ideen diskutiert, wie nachhaltige Agrarhandelsbeziehungen aussehen könnten, die den Millionen KleinproduzentInnen zugutekommen, regionale Märkte schützen und dennoch faire Chancen auf internationalen Märkten fördern.

Um Anmeldung wird hier gebeten.

Zeit: Donnerstag, 16. Januar 2020, 16:00 – 17:30 Uhr Ort:: GFFA, CityCube Berlin (Messedamm 26/Entrance Messedamm 14055 Berlin), Raum M6-M7 Sprachen: Deutsch, Englisch