Donnerstag, 28. November 2019 - 16:30 Uhr bis 19:00 Uhr

Die Heimat nicht den Rechten überlassen - Abendveranstaltung zu rechtspopulistischen Tendenzen im Natur- und Umweltschutz

Umweltpolitik und ökologisches Denken werden oft mit alternativen Lebensweisen und einem emanzipatorischen Demokratieverständnis verbunden. Diese Annahme trifft nur bedingt zu. Der Schutz heimischer Wälder, die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe oder der Einsatz für das Tierwohl - die extreme Rechte greift Natur- und Umweltschutzthemen auf, um ihre Ideologie in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Deutlicher wird es bei dem Narrativ „Umweltschutz ist Heimatschutz“. Dieses Verständnis entspricht dem historischen Heimatschutz und ist damit vielfach antidemokratisch und rassistisch. Besonders gefährlich ist die Vorgehensweise der Rechten, weil die wahren Motive dieser „Natur- und Tierschützer“ nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind.

Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sind die Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen in der Pflicht, sich dem Thema Rechtspopulismus anzunehmen und dabei Tendenzen in den eigenen Reihen in den Blick zu nehmen. Nicht zuletzt muss eine Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus in den Verbandsstrukturen vor Ort stattfinden.

Bei der Abendveranstaltung im Vorfeld der DNR-Mitgliederversammlung werden wir uns mit den unterschiedlichen Facetten dieses Themas auseinandersetzen. In Impulsvorträgen werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und gegenwärtige Trends aufgezeigt. Im Anschluss daran werden wir bei einer Fishbowl aktuelle Herausforderungen und Gegenmaßnahmen diskutieren.

Impulse

  • „Warum sind Naturschutzthemen so attraktiv für Rechte?“ - Lukas Nicolaisen<https://www.nf-farn.de/kontakt>, Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN)
  • „Wie geht man mit Rechten in den eigenen Reihen um?“ - Stefan Körzell, Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbund (angefragt)

Podium

  • Prof. Kai Niebert, DNR-Präsident
  • Ralf Schulte, Leitung des Fachbereichs Naturschutz und Umweltpolitik beim NABU
  • Antje Kölling, Abteilungsleitung Politische Arbeit bei Demeter
  • Maritta Strasser, Bundesgeschäftsführerin der NaturFreunde Deutschlands und FARN-Fachbeirat

Moderation: Andreas Speit, Autor von „Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos"

Wann: Donnerstag, 28. November│16:30 bis 19:00 Uhr Wo: taz Kantine, Friedrichstraße 21, 10969 Berlin

Im Anschluss daran lassen wir den Abend bei einem Aperó in der taz Kantine ausklingen.

Anmeldung Bitte melden Sie sich per Mail an bis zum 22. November: info@dnr.de<mailto:info@dnr.de>

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!