Dienstag, 26. Oktober 2021 - 20:15 Uhr bis 21:30 Uhr

Vereinbarkeit Familie und Beruf alles nur eine Frage der Organisation? Feminismus – alles nur eine Frage der Verhandlung und wo bleibt der Raum für Liebe, Freude und Leichtigkeit?

Die wenigen Minuten, in denen man in ganzen Sätzen mit dem/der Partner:in sprechen kann, ohne dass einem die Augen zuklappen oder einen die Wäsche- oder Emailberge erschlagen, sind oft der Verhandlung von Terminen oder Organisation von Care-Arbeit gewidmet.

Eltern, die mal als Paar beide für Gleichberechtigkeit eingetreten sind, knicken bei der Verteillung der Elternzeiten, Aufteilung von Voll- und Teilzeitstellen, Einteilung der Steuerklassen oftmals ein.

Manche sind es leid um jeden Elternabend oder Kinderarztbesuch neu zu verhandeln. Andere wiederum haben klare faire Aufteilungen, die nicht immer neu besprochen werden müssen, manche bevorzugen eine klare klassische Rollenaufteilung.  Und wie kann Feminismus als Alleinerziehende:r gelebt werden? Wieviel Netzwerke und staatliche oder großelterliche Unterstützung braucht es, um einer anspruchsvollen Arbeit nachzugehen und die Care-Arbeit nicht nur mit letzten Kräften zu schaffen, sondern auch noch entspannte Zeit mit den Kindern zu erleben?

Statt alles im Mikrokosmos Kleinfamilie zu lösen - auf den die langandauernde Pandemie uns einmal mehr zurückgeworfen hat - wollen wir konstruktiv und politisch diskutieren, was uns gut täte, und was an Unterstützung man in dieser Rushhour des Lebens von der Gesellschaft, vom Staat  oder auch von Netzwerken sich wünschen würde: Von flexiblen Arbeitgebern über fairer aufgeteilte Elternzeiten, über solidarischen Netzwerken bis hin zu Lohnausgleich für die Carearbeit, um sich bei den vielen Facetten der Care-Arbeit nicht aufgerieben zu werden.

All dies wollen wir offen und mit einer Prise Humor aber auch politisch diskutieren und uns gegenseitig nicht nur mit Alltagsanekdoten  bemitleiden, sondern auch gemeinsam reflektieren, was wir brauchen, was sich strukturell ändern müsste oder wie man sich auch durchs netzwerken gegenseitig unterstützen kann. Denn wir Eltern müssen nach 1,5 Jahren Pandemie auch mal Dampf ablassen und überlegen, wie das mit der Idee vom Feminismus, beruflicher Verwirklichung und der Entlastung in der Care-Arbeit eigentlich gedacht war. Die gute Nachricht: Viele von euch haben in unserer aktuellen NGO-Umfrage mitgeteilt, dass sie flexible Arbeitgeber haben! Immerhin ein Anfang.

Also lasst eure Kinder ins Bett gehen und macht Euch ein Kaltgetränk auf und disktutiert mit Anika Mahla und Antje Schultheis -  als mehrfache Mütter  - über diese Themen! Diese Einladung richtet sich an alle Geschlechter, die sich für das Care-Vereinbarkeitsthema interessieren! Es erwarten euch kurzweilige Austauschformate im digitalen Raum.

 

Link gibts nach Anmeldung an info@spinnen-netz.de.